Zu neuen Ufern

Zu neuen Ufern: Wandlungen des Spreeraums zwischen Elsenbrücke und Schillingbrücke

Eine Ausstellung des Bezirksmuseums Friedrichshain-Kreuzberg im „Spreeraum“,
Doppelkaianlage am May-Ayim-Ufer 9
Sommer 2010, 2011 und ab 4. Mai 2012, täglich 10 – 24 Uhr
Recherche und Konzeption Angela Martin, Gestaltung Hanna Sjöberg

Vor einigen Jahren haben internationale Projektentwickler die Spreeufer im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg entdeckt. Seither verändert sich dort die Szenerie in rasantem Tempo. Doch schon früher war die Uferlandschaft zwischen Osthafen und Schillingbrücke tiefgreifenden Wandlungsprozessen unterworfen. Bis ins 19. Jahrhundert säumten Gärtnereien und Textilmanufakturen den Fluss; wohlhabende Berliner hatten hier ihre Sommerhäuser. Mit der Industrialisierung änderte die Gegend ihren Charakter. Gewerbehöfe und Fabriken schossen aus dem Boden, Arbeiterviertel entstanden. Nach der Teilung der Stadt verfielen die Industriebauten, in die verlassenen Fabriketagen West-Berlins zogen Künstler und Studenten. Sie sind längst von solventen Mietern vor allem aus der  IT- und Medienbranche vertrieben worden. Im Osthafen haben sich TV-, Musik- und Modefirmen angesiedelt.

Bildreich und mit einigen kurzen Filmen zeigt die Ausstellung, wie aus der Auenlandschaft rund um die Oberbaumbrücke zunächst die Industriespree und in den letzten Jahren die Mediaspree wurde. Und warum sich Widerstand gegen die Investorenpläne der jüngsten Zeit formierte.

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