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Kaffee, Jazz und Politik

Ein Buch über zwei berühmte Cafés im Berlin der 1920er bis 1940er Jahre

Seit der TV-Serie Babylon Berlin ist das Café Moka Efti wieder in aller Munde. Das echte Moka Efti, ein Vergnügungspalast mit 3000 Plätzen, wurde 1929 in bester Lage in der Friedrichstraße eröffnet und war bald nach seiner Gründung weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Mitte der 1930er Jahre eröffnete ein weiteres Café Moka Efti im Bezirk Tiergarten.

Das Buch thematisiert ausgehend von der Geschichte dieser Kaffeehäuser und ihres Gründers Giovanni Eftimiades eine der wechselvollsten und widersprüchlichsten Epochen der Berliner Stadtgeschichte während der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus. Es soll 2022 erscheinen.

Fotos, Zeitungsberichte und Erinnerungen von Zeitzeug:innen wie Willy Brandt oder Siegfried Kracauer, die die Moka Efti-Kaffeehäuser kannten, vermitteln die Atmosphäre in Berlin. Ein Interview mit dem Swing-Kenner Stefan Wuthe informiert über die Musikszene der Zeit. Private Fotos und Dokumente geben Auskunft über Giovanni Eftimiades (1886-1958), der in Berlin zunächst eine Kaffeerösterei gründete. Er war ein ideenreicher, international vernetzter Kaufmann. Doch die Weltwirtschaftskrise, politische Verwicklungen und schließlich der Zweite Weltkrieg setzten ihm zu. 1943 mussten beide Kaffeehäuser schließen.