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z.B. Bosch: Zwangsarbeit im Hildesheimer Wald
Eine Webseite für die Berliner Geschichtswerkstatt

Mehr als 2.700 Kriegsgefangene, zivile ZwangsarbeiterInnen und italienische Militärinternierte mussten während des Zweiten Weltkrieges in einem Bosch-Werk im Hildesheimer Wald Zubehör für Panzermotoren und für Motoren schwerer LKWs der Wehrmacht fertigen.
Woher kamen diese Menschen? Wie waren sie untergebracht, wie haben sie gelebt? Und was geschah mit ihnen nach dem Ende des Krieges?
Im Zentrum unserer Webseite stehen Videointerviews mit ehemaligen ZwangsarbeiterInnen der Hildesheimer Bosch-Fabrik. Hintergrundinformationen zum System der NS-Zwangsarbeit ermöglichen es, die Erinnerungen der ZeitzeugInnen, ihre bisher noch nie veröffentlichten Privatfotos, Briefe und Dokumente einzuordnen. Die Zwangsarbeit im Hildesheimer Wald war ein typisches Beispiel für den „Ausländereinsatz“ der Rüstungsindustrie im NS-Staat.
Ein weiteres Kapitel skizziert die Geschichte der ELFI GmbH, die später in Trillke-Werke GmbH umbenannt wurde. Die Ausweichfabrik des Bosch-Konzerns beschäftigte bis zu 5.000 ArbeiterInnen und Angestellte. Seit Herbst 1943 war sie alleiniger Hersteller von Elektroaggregaten für die Panzer des deutschen Heeres.
In einem dritten Abschnitt zeigen wir Erinnerungen von ehemaligen ZwangsarbeiterInnen an Hildesheim. Ein Link führt zu der Webseite „Vernetztes Erinnern. Hildesheim in der NS-Zeit“, die am besten darüber informiert, wie die Nationalsozialisten auch diese Stadt veränderten.
Mit der Webseite zur ELFI/Trillke-Werke GmbH knüpfen wir an unsere Forschungen zur Dreilinden Maschinenbau GmbH an, ebenfalls ein Tochterunternehmen des Bosch-Konzerns und unentbehrlicher Rüstungsbetrieb für die Nationalsozialisten. In der Nähe von Berlin fertigte die Dreilinden Maschinenbau GmbH Zubehör für Flugmotoren. Sie beschäftigte etwa 2.800 ZwangsarbeiterInnen, darunter auch 800 KZ-Häftlinge.
www.zwangsarbeit-bosch.de ist nun online.

Konzept und Recherche: Angela Martin und Ewa Czerwiakowski
Design & Programmierung: Frau Schroeder . Büro für Webdesign


„Verschleppt nach Hildesheim“

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