Bücher

Angela Martin
„Ich sah den Namen Bosch“

Polnische Frauen als KZ-Häftlinge in der Dreilinden Maschinenbau GmbH

Herausgegeben von der Berliner Geschichtswerkstatt
Metropol Verlag, Berlin 2002


Im Herbst 1944 erreichten zwei Transporte mit jeweils 400 polnischen Frauen aus dem KZ Ravensbrück den Berliner Prominentenvorort Kleinmachnow. Die Frauen wurden zur Zwangsarbeit in der Dreilinden Maschinenbau GmbH, einer Tochtergesellschaft des Bosch-Konzerns, eingesetzt. Im Auftrag des Reichsluftfahrtministeriums gegründet, beschäftigte das Werk schließlich etwa 2 800 Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge in der Produktion von Zubehör für Flugzeugmotoren. Angela Martin hat die Geschichte der  Dreilinden Maschinenbau GmbH rekonstruiert und mit zahlreichen Überlebenden des firmeneigenen Konzentrationslagers gesprochen.

 

Ewa Czerwiakowski,  Angela Martin (Hg.)
Muster des Erinnerns

Polnische Frauen als KZ-Häftlinge in einer Tarnfabrik von Bosch
Mit einem Vorwort von Ise Bosch
Me
tropol Verlag, Berlin 2005


In einem KZ-Außenlager auf dem Gelände des Dreilinden-Werks von Bosch in Kleinmachnow bei Berlin mussten etwa 800 Polinnen Flugmotorenteile für die deutsche Luftwaffe produzieren. Die Erinnerungen von 33 Überlebenden stehen im Zentrum dieses Buches. Ewa Czerwiakowski untersucht in einem Essay die Erinnerungsmuster der polnischen Frauen, Angela Martin zeichnet anhand ihrer Spurensuche in den Archiven die Geschichte der „Schattenfabrik“ in Kleinmachnow nach und Rudolf Mach befasst sich mit dem Gedächtnis dieses Ortes zwischen Verdrängen und Geschichtsaufarbeitung.

 

 Angela Martin und Cord Pagenstecher
„Zwangsarbeit 1939-1945. Zeitzeugen-Interviews für den Unterricht“

Eine Edition der Bundeszentrale für politische Bildung und der Freien Universität Berlin, 2. Auflage Bonn 2011


Über zwölf Millionen Menschen leisteten Zwangsarbeit für das nationalsozialistische Deutschland. Dieses Lehrerheft zur DVD-Edition „Zwangsarbeit 1939-1945. Erinnerungen und Geschichte. Zeitzeugen-Interviews für den Unterricht“ bietet Informationstexte, Unterrichtstipps und Aufgabenvorschläge.

Auf einer Doppel-DVD, an der Ewa Czerwiakowski, Iris Hax und Angela Martin mitgearbeitet haben, stehen  Filme und Zusatzmaterialien zum Thema Zwangsarbeit  bereit.
 

 
Angela Martin, Claudia Schoppmann (Hg.)
„Ich fürchte die Menschen mehr als die Bomben“.
Aus den Tagebüchern von drei Berliner Frauen
1938-1946

Metropol Verlag, Berlin 1996

 
Drei Berliner Frauen legen in ihren Tagebüchern Zeugnis von der Diskriminierung und Verfolgung während des Nationalsozialismus ab. Erna Becker, Cäcilie Lewissohn und Marta Mierendorff waren in unterschiedlicher Weise von der Judenverfolgung betroffen. Der Band enthält neben den Tagebüchern eine Einführung in den geschichtlichen Zusammenhang, Kurzbiographien der drei Autorinnen und eine Chronik der Judenverfolgung.


Isabella Bird
Unbetretene Pfade in Japan

Herausgegeben und mit einem Vorwort versehen von Angela Martin
Edition Frauenfahrten, ProMedia-Verlag, Wien,1990

 

 
Als Isabella Bird 1878 ihre Reise nach Japan antrat, kannte kaum ein Europäer das abgeschlossene Land, das erst wenige Jahre zuvor einige Häfen für den Handel geöffnet hatte und sich in einer Phase großer sozialer und politischer Umwälzungen befand. „Nie hat jemand solche Abenteuer erlebt wie Miss Bird“, schrieb 1879 der Spectator.  Ihr Reisebericht in Briefform ist das außerordentliche Dokument einer mutig alleinreisenden Frau in der viktorianischen Zeit.

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